Familienbetrieb in der zehnten Generation

Dachdecker- und Zimmereibetrieb Ewald Sahm: Burbacher Traditionshandwerker seit über 200 Jahren / Das komplette Dach aus einer Hand

( Bericht: Siegener Zeitung )

Die Wurzeln des Burbacher Dachdecker- und Zimmereibetriebes EWALD SAHM reichen weit zurück bis ins Ende des 18. Jahrhunderts. Damals legte der Stroh- und Leyendecker Johann Jakob Sahm im rund 25 km entfernten Driedorf im Westerwald den Grundstein für das bis heute erfolgreiche Traditionsunternehmen.

 

Doch auch wenn sich die Betätigungsfelder und Arbeitsmethoden des Unternehmens in den vergangenen 200 Jahren zum Teil stark verändert haben, blieb eines immer gleich: die Grundstruktur eines echten Familienbetriebes.

 

Und wenn viele Familienunternehmen heute unter "Nachwuchsproblemen" leiden, können die beiden heutigen Geschäftsführer und Brüder Achim und Martin Sahm um Seniorchef Martin Sahm gelassen in die Zukunft blicken. Denn mit Achims Sohn Michael, der nun auch Dachdeckermeister sowie Klempnermeister wurde, ist bereits die zehnte Sahm- Generation in die handwerklichen Fußstapfen von Johann Jakob Sahm getreten.

 

Um das Jahr 1890 folgte der Umzug ins benachbarte Siegerland. "Damals arbeitete mein Ur-Ur-Großvater Louis Sahm im Winter in den benachbarten Gruben als Grubenzimmermann", erinnert sich Seniorchef Martin Sahm. Und mit einem verschmitzten Lächeln fügt er das hinzu: "Damals gab es noch keinen Schlechtwetterzuschlag. Da musste man sehen wo man bleibt!"

 

Über die Jahre wuchs aus dem kleinen Familienbetrieb ein mittelständisches Dachdeckerunternehmen. Und egal on Kirchturmspitzen, Steildächer oder Hausfassaden- durch ihre zuverlässige Qualitätsarbeit machten sich die Handwerker aus dem Hause Sahm schnell einen guten Namen- auch über die Grenzen des Siegerlandes hinaus.

 

Nach einigen Umzügen innerhalb der Ortslage folgte 1980 schließlich der Bau der noch heute genutzten Hallenanlagen. Hier, Am Flüsschen 4, fand das Unternehmen den Platz, den es für seine Ansprüche benötigte. Denn mit den Jahren hatten sich nicht nur die Arbeitsmethoden verändert, sondern auch das Angebotene Leistungsspektrum. Zu den bisherigen Dachdeckertätigkeiten kamen immer öfter auch Klempnereiarbeiten hinzu. Und seit nunmehr 13 Jahren komplettiert auch ein Sahm- eigener Zimmereibetrieb unter der Leitung von Zimmermeister Martin Sahm jr. das Angebot.

 

Achim Sahm: "Wir sind froh, unseren Kunden heute das komplette Dach aus einer Hand anbieten zu können. Neben viel Ärger und Geld erspart ihnen das auch viele Organisationsprobleme." Und damit die eigenen Kunden die vielen "Räuberpistolen" über die Schwierigkeiten mit Handwerkern nur vom Hörensagen her kennen, sind derzeit 18 Mitarbeiter, darunter drei Auszubildende und Achim Sahms Ehefrau als "gute Seele des Hauses", das ganze Jahr über mit den unterschiedlichsten Bauprojekten beschäftigt: vom Wintergarten über die Dachgaube bis hin zur Altbau- Dachsanierung. "Die meisten unserer Mitarbeiter sind schon seit über 10 Jahren in unserem Betrieb", beschreibt Achim Sahm das familiäre Klima im Unternehmen. "Viele, die hier ihre Lehre gemacht haben, arbeiten noch heute hier."

 

Ähnlich lang wie die Liste der Geschäftsführer in den vergangenen 200 Jahren ist auch die Liste der Gebäude, an denen sie gemeinsam mit ihren Handwerkern Hand angelegt haben. So verdankt beispielsweise das Burbacher Rathaus sein Schieferdach ebenso den geschulten Sahm- Händen wie etwa die Siegener Nikolaikirche oder die evangelische Kirche Burbach.

 

Achim Sahm: "Selbstverständlich bieten wir unseren Kunden neben dem kompletten Dachdecker; Klempner; und Zimmereiprogramm auch umfassende Problemlösungen zu den Themen Stehfalztechnik, Dachbegrünung, Wohnraumfenster, Solartechnik und Blitzschutz an."